Ich wollte nicht gehen


Nein....bitte nicht.
Langsam setz ich mich aufs Bett und lass meinen Tränen freien lauf.
Das Gefühl hat mich wieder überumpelt.
Ich lege mich zurück und schlafe ein.
Am nächsten tag geh ich traurig zur Schule.
Ich rede mit keinen und keiner redet mit mir.
Ich setz mich auf mein Platz und bekomm nichts wirklich mit.
In der Pause seh ich rüber zu ihm.
IHM, mit den ich so gern mein Leben teilen würde.
Ihn, den ich über alles liebe.
Und wieder steigen Tränen in meine Augen.
Tränen der Verzweiflung.
Ich wische sie schnell weg und setze mein Lächeln auf.
Es klingelt zur Stunde und lansgam geh ich rein, als ich eine mir wohlbekannte Stimme höre.
Ich wag es mich nicht umzudrehn.
Als die Stimme plötzlich versagt dreh ich mich um und sehe IHN.
Er guckt mich nur erstarrt und traurig an und redet nicht weiter mit einem anderen.
Als der andere ihn aus den gedanken holt dreht ER sich weg und geht eine andere richtung.
Wieder steigen mir Tränen in die Augen.
Tränen der Traurigkeit.
Schnell wisch ich sie weg und geh in mein Raum.
Ich hab Unterricht mit IHN.
Ich gucke ihn nicht an, wag es nicht sein traurigen Blick zu sehn.
Will nicht sehn was mich verletzen könnte.
Will nicht das ER sieht was IHN verletzen könnte.
Ich gucke den Tisch an.
Nach der Schule geh ich nachhause.
ER geht hinter mir.
Ich geh schneller.
Will ihn nicht begegnen.
Er holt mich ein und dreht mich am Arm um.
Ich gucke ihn nicht an.
Meine Tränen fliesen, Tränen der schmerzen.
Doch ich wisch sie nicht weg.
Sie sollen laufen.
ER spricht:“Warum machst du sowas?“
Ich will ihn nicht antworten.
Will keine Erinnerungen hinterlassen.
Doch weg gehn kann ich nicht.
Viel zu weh würde es tun ihn zu verlassen.
Ich bleibe stehn will in seiner Nähe sein.
ER spricht wieder.„bitte rede!!
Versteh doch das ich nicht mehr kann!“
ich wollte nicht reden.
Doch es bringt nichts.
Ich werde reden werde mir alles von der Seele reden.
Doch es darf nicht sein.
Werde nur das Nötigste sagen.
„wir dürfen nicht zusammen sein.
Ich kann nicht.
Werd dich verletzen.“
Ich laufe weg. Weg. Nach hause.

2 monate später steht ER an meinem grab.
Seine Tränen fliesen.
Tränen der Verzweiflung, Trauer und der Schmerzen.
Ich konnte nicht gehen ohne ihn zu verletzen.
Ich wollte nicht gehen, ich hoffe das wird er verstehn.
Wollte ihn nicht verletzen. Habs versucht.
Der pastor spricht worte die Trösten sollen. Doch was tröstet?
Eine Frau kommt auf ihn zu
„wir haben alles erdenkliche getan. Doch ihr konnte kein Arzt helfen. Der Tumor war zu groß“
erstarrt sieht er hinab aufs Grab wo die Erde fällt.
Verstehst er jetzt warum ich nicht konnte?
Versteht er jetzt warum ich ihn wehtun musste?
Musste ihn wehtun um ihn nicht zu zerstören.
Ich hoffe ich habe es geschafft.